Schlittenhunderassen

Nordische Schlittenhunde (FCI)

Wir betreiben Schlittenhundesport mit den nachfolgenden beschriebenen fünf anerkannten Schlittenhunderassen. Trotz augenscheinlicher Unterschiede im Erscheinungsbild haben Sie doch alle ihre „nordischen“ Gemeinsamkeiten.

Alle fünf Rassen haben ein zweiteiliges Haarkleid, d. h., eine dichte kurze Unterwolle und ein längeres, seidiges Deckhaar. Gemeinsam haben sie außerdem die Stehohren und die buschige Rute.

Schlittenhunde wurden über Jahrhunderte ein extrem menschenfreundliches Wesen angezüchtet. Als Schutzhund sind sie deshalb denkbar ungeeignet. Hinzu kommt, dass sie kaum bellen und eher schon ein durchdringendes Wolfsgeheul erklingen lassen.

Schlittenhunde sind keine „Einmannhunde“, lassen sich nicht wie normale Hunde erziehen und werden nie den Gehorsam eines Schäferhundes an den Tag legen. Viele Schlittenhundebesitzer sagen, dass ihre Hunde mehr von einer Katze haben, als von einem Hund.

Diese Unabhängigkeit, gepaart mit dem starken Jagdtrieb der Schlittenhunde, lässt den Halter dieser Rassen recht schnell hohe Zäune um das eigene Grundstück bauen und Spaziergänge ohne Leine sind bei den meisten Schlittenhunden nicht möglich.

Ihr enormer Bewegungsdrang, besonders wenn es kälter wird, fordert einen sportlichen Besitzer, der bereit ist, seinem „Nordischen“ (am besten im Rudel mit mehreren Artgenossen) eine artgerechte Beschäftigung zu geben.

Mit unserem Klima kommen alle Schlittenhunderassen sehr gut zurecht. Sie sind daran gewöhnt große Temperaturunterschiede auszugleichen (arktische Sommer sind zwar kurz, aber auch warm).

Nicht von der FCI anerkannte Schlittenhunderassen

Es gibt viele Schlittenhunderassen, die nicht von der FCI anerkannt sind. Dazu zählen zum Beispiel Alaskan Huskies und Jakutische Laiki, die auch zu den Schlittenhunden vom nordischen Typ gehören. Daneben gibt es auch Hounds, die nicht unbedingt nah mit den nordischen Schlittenhunden verwandt sind. Viele Hounds haben ihre Wurzeln in verschiedenen Jagdhunderassen.