SSV Nord e.V.

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RENNORDNUNG DES SSV Nord e. V. FÜR WAGENRENNEN


1. ANMELDUNGSREGLEMENT


1.1 ZULASSUNGSBEDINGUNGEN

1.2 HUNDEN VERABREICHTE MEDIKAMENTE

1.3 AUSRÜSTUNG


2. REGELN FÜR START UND ZIEL


2.1 STARTORDNUNG

2.2 ZEITGLEICHHEIT

2.3 STARTPUNKT UND STARTZEIT

2.4 HILFEN IN DER STARTZONE

2.5 EINLAUF / ZIEL

 

3. REGELN FÜR DIE STRECKE


3.1 STRECKENLÄNGE

3.2 VERHALTEN AUF DER STRECKE

3.3 HILFE AUF DER STRECKE

3.4 FÜHRERLOSE GESPANNE ODER HUNDE

3.5 ÜBERHOLEN

4. VERHALTEN


4.1 VERANTWORTLICHKEIT UND SPORTLICHKEIT

4.2 MISSHANDLUNG VON HUNDEN


5. REGELVERSTÖßE


5.1 MELDUNG VON REGELVERSTÖßEN DURCH M TGLIEDER DER RENNLEITUNG

5.2 MELDUNG VON REGELVERSTÖßEN DURCH RENNTEILNEHMER .

5.3 EINSPRÜCHE UND ANHÖRUNGEN

5.4  DISZIPLINARVERFAHREN


6. RENNABBRUCH BZW. RENNAUSFALL


6.1 RENNAUSFALL

6.2 RENNABBRUCH

6.3 VORZEITIGES ABREISEN BZW NICHT STARTEN EINES TEILNEHMERS

 


1. ANMELDUNGSREGLEMENT


1.1 Zulassungsbedingungen


1.1.1 Anmeldungen
Die Anmeldungen zu einem Rennen müssen vor Beginn des Rennens eingereicht
werden, d.h. vor dem Meldeschluss, der vom für das Rennen verantwortlichen
Organisator bestimmt wird. Ausschlaggebend ist der Poststempel oder das Datum der e-
mail. Für verspätet eingehende Meldungen ist eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr zu
entrichten. Die Meldeliste kann auf der homepage veröffentlicht werden.


1.1.2 Fahrer
1.1.2.1 Der Fahrer der den 1. Lauf eines Wettkampfes mit seinem Gespann absolviert muss dieses
Gespann auch während der folgenden Läufe führen. Über Ausnahmen entscheidet die
Rennleitung
1.1.2.2 Jeder Fahrer bzw. Hund, der bei einem Lauf disqualifiziert wurde, darf den Wettkampf nicht
fortführen. Ob ein weiterer Start außer Konkurrenz erfolgen kann entscheidet der Rennleiter.
1.1.2.3 Das Mindestalter der Fahrer für die Teilnahme an offiziellen Rennen ist:
   - Kategorie Bike / Cross & Scooter = 14 Jahre
   - Kategorie C = 14 Jahre
   - Kategorie B = 16 Jahre
   - Kategorie A & O = 18 Jahre


1.1.3 Hunde
1.1.3.1 Der Rennleiter kann unter Angabe einer gerechtfertigten Begründung einem Gespann oder
einem Hund die Anmeldung verweigern.
1.1.3.2 Ist der Rennleiter davon überzeugt, dass ein Gespann oder ein Hund nicht in der Lage ist,
den Lauf sicher zu beenden, wird dieser bzw. dieses disqualifiziert.
1.1.3.3 Nur ein Gespann oder ein Hund darf den Wettkampf beenden, der beim Start des Ersten
Laufes eingespannt war.
1.1.3.4 Ein disqualifiziertes Gespann oder ein disqualifizierter Hund dürfen an dem Wettkampf
nicht mehr teilnehmen. Ob außer Konkurrenz gestartete werden darf entscheidet der
Rennleiter.
1.1.3.5 Die Zulassung der Hunde ist auf die vier nordischen Rassen mit FCl-anerkannten Papieren
beschränkt (Siberian Husky, Alaskan Malamute, Grönländer, Samojeden).
1.1.3.6 Hunde der nordischen Rassen ohne FCI-anerkannte Papiere dürfen in der bzw. den X-
Klassen starten.
1.1.3.7 Hunde, die nicht unter die Ziffer 1.1.3.5. und 1.1.3.6. können in der Gästeklasse starten.
1.1.3.8 Am Wagenrennen teilnehmende Hunde müssen mindestens 12 Monate alt sein. Bei
Schlittenrennen müssen die Hunde mindestens 15 Monate alt sein.
In der Bike- und Scooterklasse müssen sie mindestens 18 Monate alt sein.


1.1.4 Krankheiten
1.1.4.1 Hunde oder Ausrüstungsgegenstände, die aus einem Zwinger stammen, in denen Tollwut,
Staupe, Hepatitis, Leptospirose oder andere ansteckende Krankheiten festgestellt wurden,
sind nicht zugelassen.
1.1.4.2 Diagnostiziert der Renntierarzt bei einem auf dem Rennplatz anwesenden Hund eine
ansteckende Krankheit, so wird das betreffende Gespann disqualifiziert und muss sofort das
Rennplatzgelände und den Stake-out Platz verlassen.
1.1.4.3 Jeder am Rennen teilnehmende Hund muss gegen Tollwut, Staupe, Hepatitis, Leptospirose,
Parvovirose und Zwingerhusten geimpft sein.
1.1.4.4 Für jeden mitgeführten Hund, ob er startet oder nicht, muss ein Impfausweis mit denaktuellen, gültigen Impfungen bei der Startnummernausgabe vorgelegt werden. Auf
Verlangen muss dieser Ausweis jederzeit vorgezeigt werden. Hunde ohne Impfausweis
sind unverzüglich vom Renngelände/ Stake-out Platz zu entfernen.


1.1.5 Markierungen
1.1.5.1 Es sind nur gechipte bzw. tätowierte Hunde zugelassen, ausgenommen in den X Klassen und den Gästeklassen.


1.1.6 Gespanngröße
1.1.6.1 Ein Gespann in der Klasse O muss aus mindestens 8 Hunden bestehen.
1.1.6.2 Ein Gespann der auf acht Hunde (A) limitierten Klasse soll (beim ersten Lauf) aus nicht
mehr als acht und (bei folgenden Läufen) nicht weniger als fünf Hunden bestehen.
1.1.6.3 Ein Gespann der auf sechs Hunde (B) limitierten Klasse soll (beim ersten Lauf) aus nicht
mehr als sechs und (bei folgenden Läufen) nicht weniger als vier Hunden bestehen. Bei
Rennen ist die auf sechs Hunde limitierte Klasse in zwei Gruppen unterteilt:
   Gruppe B1: Nur Siberian Huskies oder ein gemischtes Gespann das aus 50 %
   Siberian Huskies besteht.
   Gruppe B2: reserviert für Grönländer, Alaskan Malamute, Samojeden und
   gemischten Teams die aus über 50 % der angegebenen Rassen bestehen.
1.1.6.4 Ein Gespann der auf vier Hunde (C) limitierten Klasse soll (beim ersten
Lauf) aus nicht mehr als vier und bei folgenden Läufen nicht weniger als
zwei Hunden bestehen. Bei Rennen ist die auf vier Hunde limitierte
Klasse in zwei Klassen unterteilt:
  -  Gruppe C 1: Nur Siberian Huskies oder ein gemischtes Gespann das aus 50 %
     Siberian Huskies besteht.
   - Gruppe C2: reserviert für Grönländer, Alaskan Malamute, Samojeden und
     gemischten Teams die aus über 50 % der angegebenen Rassen bestehen.
1.1.6.5 Ein Gespann der Klasse D besteht aus 2 Hunden. Fällt ein Hund aus, kann
nicht gestartet werden.
1.1.6.6 Nach dem ersten Lauf und jedem folgenden Lauf darf der Fahrer die Größe
seines Gespanns reduzieren, wobei die Mindestgröße nicht unterschritten
werden darf.
1.1.6.7 Ein Gespann der Klasse Canicross, Bike und Scooter darf nicht mehr als zwei Hunde
umfassen.
Die Klasse Canicross, Bike und Scooter wird in zwei Gruppen unterteilt:
  - Start mit 1 Hund
  - Start mit 2 Hunden
1.1.6.8 Klasse X: reserviert für Starter mit den FCI anerkannten Schlittenhunderassen ohne Papiere.
Bei mehr als fünf Teilnehmern in den einzelnen o. g. Kategorien kann jeweils eine getrennte
Klasseneinteilung vorgenommen werden.
Finden sich nicht genügend Starter können folgende Kategorien gebildet werden
  -  Klasse D, Scooter und Canicross
  -  Bike und Klasse C
  -  Klasse 5 – 8 Hunde


1.1.7 Versicherung
1.1.7.1 Es sind nur Hunde auf einem Rennen zugelassen, die eine gültige Haftpflichtversicherung
haben. Diese muss die Teilnahme an Rennen ausdrücklich beinhalten. Der Nachweis für
jeden mitgeführten Hund ist bei der Startnummernausgabe vorzulegen. Während des
Rennens ist ein aktueller Nachweis der Versicherung auf Verlangen der Rennleitung
vorzuzeigen.

1.1.7.2 Jeder Starter bzw. Teilnehmer haftet für die von ihm verursachten Schäden selbst. Der Veranstalter übernimmt im Schadensfall keine Verantwortung.


1.2 Hunden verabreichte Medikamente


1.2.1 Voraussetzungen
1.2.1.1 Bei allen Hunden dürfen keine injizierbaren, oralen Drogen oder sonstige Methoden, die die
Anzeichen von Krankheiten oder Verletzungen unterdrücken, angewandt bzw. verabreicht
werden. Sämtliche Drogen oder künstliche Maßnahmen, die die natürliche physische und
/oder psychische Leistungsfähigkeit der Hunde steigern, sind strikt verboten.


1.2.2 Folgende Substanzen sind verboten:
1.2.2.1 Schmerzstillende Mittel (frei oder verschreibungspflichtig)
1.2.2.2 Entzündungshemmende Mittel einschl. aber nicht beschränkt auf:
◦ Steroide
◦ Anti-Prostaglandine
◦ Salicylate
◦ Non-Steroide
◦ Stimulanzien des zentralen Nervensystems
◦ Hustenblocker
◦ Sedative/anästhetische Mittel
◦ Harntreibende Mittel
◦ Anabolische Steroide
◦ Muskelrelaxantien
◦ Anti-Histamine
1.2.2.3 Die äußerliche Verwendung von DMSO und topischen Corticosteroiden ist nur auf die
Pfoten beschränkt und in Pfotensalbe enthalten, die von einem Renntierarzt ausgegeben
wird, bzw von diesem bestätigt wird. Die Verwendung von lokalen Anästhetika ist nicht
untersagt, wenn nach Ermessen des Renntierarztes deren Anwendung zu rechtfertigen ist
und wenn jegliches Risiko für den Hund ausgeschlossen werden kann.
1.2.2.4 Die Anwendung von Vitaminspritzen ist verboten, es sei denn es wird vom Renntierarzt
ausdrücklich gestattet.
1.2.2.5 Offizielle Renntierärzte dürfen einem Hund verbotene Substanzen verabreichen bzw.
untersagte Methoden zur Anwendung bringen, wenn der betroffene Hund vorher offiziell aus
dem Rennen genommen wurde.
1.2.2.6 Persönliche Formen von Medikamentenverabreichungen dürfen nicht ohne das
ausdrückliche Einverständnis des Renntierarztes zur Anwendung kommen. Alle
Medikamente, die auf der Dopingliste für Hunde geführt werden sind untersagt.


1.2.3 Medikamentenkontrolle
1.2.3.1 Jeder Hund kann kontrolliert werden. Ebenso können mehrere Hunde eines Gespannes
kontrolliert werden.
1.2.3.2 Wird eine Kontrolle für einen Hund angeordnet, muss der Fahrer anwesend sein und
schriftlich dem Zuständigen der Kontrolle alle Medikamente angeben, die dem Hund oder
den Hunden in den letzten 72 Stunden vor dem Rennen verabreicht wurden.
1.2.3.3 Verweigert ein Fahrer die Kontrolle bei einem bestimmten Hund, wird das Gespann
disqualifiziert.
1.2.3.4 Wird bei einem Hund eines Gespanns der Nachweis eines verbotenen Medikamentes
erbracht, wird dieses Gespann disqualifiziert. Der Teilnehmer wird für drei Jahre von
weiteren Rennen oder Veranstaltungen des Vereins ausgeschlossen.

 

1.3 Ausrüstung


1.3.1 Geschirre und Zugleinen
1.3.1.1 Um Zugarbeit zu verrichten muss der Hund ein angemessenes Geschirr tragen. Zu diesen
Geschirren zählen Renn- und Lastengeschirre. Um Schaden am Tier zu vermeiden sollte das
Geschirr ausreichend gepolstert sein. Es ist verboten den Hund ohne Geschirr, nur mit dem
Halsband beim Rennen starten zu lassen
1.3.1.2 Alle Hunde müssen einzeln hintereinander oder in Tandemformation eingeschirrt werden.
Die Anspannung als Fächergespann ist nicht erlaubt
1.3.1.3 Alle Hunde müssen mit der Hauptzugleine durch eine Halsleine und eine Zugleine, die
hinten im Geschirr befestigt wird, verbunden werden. Der Leithund muss mit dem Gespann
durch eine Zugleine, die ebenfalls hinten im Geschirr befestigt wird, verbunden werden. Die
Verwendung einer Neckline ist für Gespannhunde obligatorisch.
1.3.1.4 Die Zentralleine darf mit einem Stahlseilkern versehen werden.
1.3.1.5 Die Zug- und Neckline darf nicht mit Stahlseil verstärkt sein. Sie muss jederzeit mittels
eines Messers oder eines anderen Schneidwerkzeuges zu durchtrennen sein.
1.3.1.6 Die Zentralleine oder die Zugleine muss mit einem für die Hundezahl ausgelegtem
Ruckdämpfer versehen sein.


1.3.2 Trainingswagen / Bike / Scooter
1.3.2.1 Der Trainingswagen muss den Fahrer tragen können und eine geeignete Fläche für den ggf.
erforderlichen Transport eines Hundes haben. Über Ausnahmen entscheidet die Rennleitung.
1.3.2.2 Ein Trainingswagen muss mit soliden, funktionstüchtigen Bremsen und einem Brushbow,
der das Überfahren der Hunde verhindert, ausgestattet sein.
1.3.2.3 Ab einer Hundeanzahl von 4 Hunden ist ein 4-rädriger Trainingswagen Pflicht.
1.3.2.4 Ausgenommen von dieser Regelung sind die Teilnehmer aus den skandinavischen Ländern.
1.3.2.5.Bikes und Scooter müssen zwei voneinader getrennte, funktionstüchtige Bremsen haben,
sowie eine Vorrichtung, damit die Zugleine bei einem plötzlichen Stopp sich nicht um das
Vorderrad wickeln kann.

 

1.3.3 gestrichen


1.3.4 Sonstige Ausrüstung
1.3.4.1 Es besteht eine Helmpflicht für alle Starter, ausgenommen hiervon sind die Läuferklassen
1.3.4.2 Maulkörbe oder Würgehalsbänder sind verboten.
1.3.4.3 Peitschen sind verboten.
1.3.4.4 Jedem Teilnehmer wird vom Veranstalter eine Startnummer zugeteilt. Der Fahrer muss seine
Startnummer während der Wettkampfläufe sichtbar tragen. Die Startnummer muß dem
Veranstalter direkt nach dem letzten Lauf übergeben werden.
Verlorene oder nicht abgegebene Startnummern können dem Starter vom Ausrichter in
Rechnung gestellt werden. Jeder Starter erhält bei der Startnummernausgabe eine
Extranummer für sein Fahrzeug. Die Nummer ist gut sichtbar an dem Fahrzeug zu
befestigen.


2 REGELN FÜR START UND ZIEL


2.1 Startordnung

2.1.1 Die Startnummern für den ersten Lauf des Rennens werden nach dem Eingang der
Nennungen vergeben. In besonderen Fällen kann auf Wünsche der Starter eingegangen
werden, dies unterliegt allein der Entscheidungsgewalt der Meldestelle bzw. der
Rennleitung.
2.1.2 Die Startreihenfolge des ersten Tages wird durch die Startnummer bestimmt, wobei Nummer
1 als Erster startet, Nummer 2 als Zweiter, usw.
2.1.3 Die Startreihenfolge des zweiten Tages ergibt sich durch die Rennzeiten des ersten Tages mit
dem schnellsten Gespann, in der jeweiligen Klasse, als Erstem, dem zweitschnellstenGespann als Zweitem, usw.


2.2 Zeitgleichheit
2.2.1 Sind die Gesamtzeiten zweier Gespanne identisch, ergibt sich die Startreihenfolge dieser
zwei Gespanne durch die Umkehrung der Startreihenfolge des Vortages.


2.3 Startpunkt und Startzeit
2.3.1 Der Rennleiter bestimmt den Startpunkt eines jeden Gespannes.
2.3.2 Die Zeitnahme eines Gespannes beginnt mit der in der Startliste vorgesehenen Zeit.
2.3.3 Ein Gespann, das sich nicht am Startpunkt zum vorgesehenen Zeitpunkt befindet, gilt als
verspätet.
2.3.4 Ein verspätetes Gespann wird nur während der ersten Hälfte der Zeit, die es von dem
folgenden trennt, in der Startzone zugelassen. Nach Ablauf dieser Zeit darf das Gespann erst
nach dem Start des letzten Gespannes seiner Klasse starten und dies nach einer
vorgeschriebenen Wartezeit von 4 Minuten.
2.3.5 Ein verspätetes Gespann darf die anderen Gespanne nicht behindern.
2.3.6 Gibt es mehrere verspätete Gespanne, starten diese in der Startreihenfolge, die für sie
ursprünglich vorgesehen war.
2.3.7 Jeder Starter ist für seine Startzeit verantwortlich. D.h. er muss selbst auf seine Startzeit
achten und darf sich nicht auf die Aussage des Ansagers bzw. der Starthelfer verlassen.


2.4 Hilfen in der Startzone
2.4.1 Die Art und der Umfang der Hilfen in der Startzone werden vom Rennleiter festgesetzt und
vor Beginn des ersten Laufes des Rennens bekannt gegeben.
2.4.2 Sobald ein Gespann bei einem offiziellen Start die Startzone verlassen hat, kommen alle
Rennregeln zur Anwendung.


2.5 Einlauf / Ziel
2.5.1 Ein Gespann beendet den Lauf, wenn der 1. Hund des Gespannes die Zieleinlauflinie
erreicht hat.
2.5.2 Wenn ein führerloses Gespann die Ziellinie überquert, wird die Zeit derAnkunft des Fahrers
genommen.
2.5.3 In den Velo- und Läuferklassen hat der Läufer oder Radfahrer neben/hinter dem Hund/den
Hunden über die Ziellinie zu fahren bzw. zu laufen. Überquert der Musher als erster die Ziellinie ist
eine Strafzeit von 1 Minute zu der Rennzeit hinzuzurechnen.


3 REGELN FÜR DIE STRECKE


3.1 Streckenlänge
3.1.1 Gespann und Fahrer müssen die gesamte vom Veranstalter festgelegte Strecke befahren.
3.1.2 Verlässt ein Gespann die Strecke, so muss der Fahrer das Gespann an die Stelle
zurückführen, wo es die Strecke verlassen hat.
3.1.3 Muss eine Strecke gekürzt oder verändert werden obliegt dies der Entscheidung des
Rennleiters.
3.1.4 Muss eine Strecke innerhalb eines Laufes geändert werden, wird dieser Lauf nicht gewertet.
3.1.5 Die Ausschilderung zeigt an:
  ->  "Abbiegen nach rechts" wird durch ein rotes Schild auf der rechten Seite der Strecke
          angezeigt.
  ->  "Abbiegen nach links" wird durch ein rotes Schild auf der linken Seite der Strecke
          angezeigt.
  ->  "Geradeaus" wird durch blaue Schilder angezeigt.
  ->  "Vorsicht" wird durch ein gelbes oder orangenes Schild angezeigt.
  ->  Ein Schild "800 m" wird 800 m vor der Zieleinlauflinie aufgestellt, um den Beginn der
        "Zielzone" mit aufgehobenem Vortrittsrecht anzuzeigen. Innerhalb der letzten 800 m vor
        dem Ziel sind die Überholregeln aus Abs. 3.5. aufgehoben. Die Überholvorgänge sollen
        aber sportlich fair ablaufen. Abs. 3.2.3 ist zu beachten

 

3.2 Verhalten auf der Strecke
3.2.1 Der Fahrer darf auf dem Trainingswagen fahren, sitzen, pedalen oder mitlaufen.
3.2.2 Jeder Fahrer, der während des Laufs ein anderes Fahrzeug als sein Trainingsgerät benützt,
wird disqualifiziert.
3.2.3 Ein Fahrer darf kein anderes Gespann behindern.
3.2.4 Ein Hund, der nicht mehr in der Lage ist zu laufen, muss im Transportsack mitgeführt
werden oder kann bei einem Streckenposten abgegeben werden.
3.2.5 Während des Rennens ist die Mitnahme von Personen auf dem Trainingswagen ab Kategorie
A erlaubt, ab der Klasse O ist die Mitnahme Pflicht
3.2.6 In den Kategorien Velo oder Scooter darf/dürfen der/die Hund/e niemals hinter dem Fahrrad
oder Scooter laufen oder gar hinterher gezogen werden. Der Hund soll vorlaufen und ziehen,
allenfalls kann er kurzfristig neben dem Gefährt an lockerer Zugleine laufen.


3.3 Hilfe auf der Strecke
3.3.1 Jedes Gespann kann (innerhalb der von dem Rennleiter bestimmten Bedingungen) Hilfen
von Streckenhelfern erhalten, die sich an bestimmten Punkten der Strecke entlang befinden.
3.3.2 Die Fahrer desselben Laufes können sich untereinander in der Weise unterstützen, wie dies
vom Rennleiter genehmigt ist.
3.3.3 Ein Fahrer kann nach vorheriger Absprache mit dem Rennleiter von Begleiter per Fahrrad
eskortiert werden. Dieser darf dann in Notsituationen helfend am Trainingswagen oder am
Team eingreifen. Ansonsten muss sich die Unterstützung von Dritten, von einem bestimmten
Assistenten oder von Zuschauern auf das Halten des Trainingswagens in Gefahren-
situationen beschränken, ausgenommen in dem Fall, in dem ein führerloses oder
unkontrollierbares Gespann eine Gefahr für ihn selbst, für andere Gespanne oder für
Personen darstellt.
3.3.3.1 Ist der Fahrer in einer notfallfreien Situation anwesend, muss sich die Unterstützung auf das
Halten des Trainingswagens begrenzen.
3.3.3.2 Ist der Fahrer nicht anwesend, kann das Gespann angehalten und aufbewahrt werden, bis der Fahrer oder der Streckenhelfer es wieder abholt.
3.3.4 Dem Fahrer ist es nicht erlaubt, den oder die Hunde vor ihm, laufend zu führen.
3.3.5 Es ist erlaubt, einen Hund oder ein Gespann durch Schieben des Trainingswagens zu
unterstützen.


3.4 Führerlose Gespanne oder Hunde
3.4.1 Ein führerloses Gespann oder führerloser Hund darf die Strecke ohne Gefahr einer Strafe
fortsetzen, wenn das Gespann oder der Hund die gesamte Strecke gelaufen ist und der
Fahrer nur zulässige Hilfe von außen in Anspruch genommen hat.
3.4.2 Zulässige Hilfe von Außenstehenden ist auf das Anhalten und Festhalten des führerlosen
Gespannes bzw. Hundes beschränkt.


3.5 Überholen
3.5.1 Hat ein Gespann die Absicht, ein anderes Gespann zu überholen, kann der Fahrer des
überholenden Gespannes das Vortrittsrecht in Anspruch nehmen, wenn sein Leithund noch
etwa 15 m vom Trainingswagen/Scooters/Bikes des voranfahrenden Gespannes entfernt ist.
3.5.2 Das Vortrittsrecht ist akustisch mit dem Ausruf „trail“ zu signalisieren
3.5.2.1 „Trail“ : das zu überholende Gespann muss bei diesem Kommando seine Fahrt deutlichverringern und sich auf eine Seite der Rennstrecke begeben. Das Team sollte deutlich
abgebremst werden, so dass ein zügiges Überholen möglich ist.
3.5.2.2 „Stop“ : das zu überholende Team hat aufgrund dieser Aufforderung sein Team zum
Stillstand zu bringen. Auch hier sollte sich das Team auf einer Seite der Rennstrecke
befinden, so dass ein zügiges Vorbeifahren möglich ist
3.5.2.3 Akustische Signalgeber wie z.B. Pfeifen sind nach vorheriger Absprache einsetzbar. Dies
muß der Rennleitung jedoch mitgeteilt werden, damit diese andere Rennteilnehmer darauf
hinweisen kann.
3.5.3 Das überholte Gespann muss dem überholenden Gespann Platz machen, indem es an den
Streckenrand fährt, langsamer fährt oder anhält, wenn dies vom Fahrer des überholenden
Gespannes verlangt wird.
3.5.4 Wurde ein Gespann überholt, kann dieses erst wieder überholen:
   -  In der offenen Klasse: frühestens nach einer Minute oder 800 Metern.
   -  In der limitierten Klasse für acht oder weniger Hunde: nach mindestens einer Minuten
      oder 300 Metern.
3.5.4.3 Der Intervall kann verringert werden, wenn die die zwei Konkurrenten einverstanden sind.
3.5.5 Verwickelt sich das überholende Gespann während des Überholvorganges kann der zu
überholende gleich weiterfahren
3.5.6 Holt ein Fahrer zwei oder mehr stehende Gespanne ein, kann er all diese Gespanne
überholen. Die haltenden Fahrer müssen die Strecke für überholende Gespanne freimachen.
3.5.7 Aufeinanderfolgende Gespanne müssen einen Abstand von mindestens einer Gespannlänge
einhalten, außer beim Überholen in der Zone ohne Vortrittsrecht oder nach Absprache
untereinander


4 VERHALTEN


4.1 Verantwortlichkeit und Sportlichkeit
4.1.1 Die Fahrer sind für das Betragen ihrer Hunde, ihrer Helfer, sowie für ihr eigenes Betragen
auf dem Rennplatz verantwortlich.
4.1.2 Gesunder Menschenverstand und Sportlichkeit müssen vorherrschen. Entscheidet der
Rennleiter zu irgendeinem Zeitpunkt, dass das Verhalten eines Fahrers, eines Helfers
oder eines Gespannes auf dem Rennplatz nachteilig für den Sport oder das Rennen ist, wird
dieses Gespann verwarnt oder sogar disqualifiziert.


4.2 Misshandlung von Hunden
4.2.1 Das Schlagen bzw. Disziplinieren eines oder mehrerer Hunde mit oder ohne Gegenstände ist
generell verboten, es sei denn, dies ist erforderlich, um kämpfende Hunde zu trennen damit
den Hunden kein weiterer Schaden zugefügt wird.
4.2.2 Auf dem Rennen gilt die allgemeine Tierschutzordnung des SSV Nord e.V.. Verstöße gegen
die Tierschutzordnung bzw. gegen Weisungen des Tierschutzbeauftragten, der Rennleitung
oder eines Offiziellen werden mit sofortiger Disqualifizierung geahndet. Der Rennteil-
nehmer, seine Helfer und seine Hunde haben in diesem Fall umgehend das Gelände zu
verlassen.


5 REGELVERSTÖßE


5.1 Meldung von Regelverstößen durch Mitglieder der Rennleitung
5.1.1 Mitglieder der Rennleitung melden dem Rennleiter mündlich, über Funk oder persönlich
sowohl unverzüglich als auch direkt nach dem Lauf, in dem die Regelverletzung statt-
gefunden hat, die offensichtlichen Regelverstöße.
5.1.2 Der Rennleiter entscheidet in eigener Verantwortung über jeden von den Mitgliedern der
Rennleitung beobachteten und gemeldeten Regelverstößen.

 

5.2 Meldung von Regelverstößen durch Rennteilnehmer
5.2.1 Teilnehmer, die einen Regelverstoß eines anderen Teilnehmers anzeigen wollen, müssen dies
so schnell wie möglich nach dem Verstoß beim Rennleiter mündlich vorbringen, spätestens
20 Minuten nach Beendigung der jeweiligen Klasse.
5.2.2 Dem mündlichen Bericht eines Teilnehmers muss ein schriftlicher Bericht folgen, der der
Rennleitung spätestens eine Stunde nach Ende des Laufes, in der die Regelverletzung
beobachtet wurde, vorgelegt werden muss.
5.2.3 Bei Einlegen eines Protestes durch einen Rennteilnehmer ist vom Protestierenden eine
Protestgebühr von 50,00 € ( fünfzig Euro ) zu bezahlen.
5.2.3.1 Wird dem Protest stattgegeben erhält der Protestierende seine 50,00 € zurück.
5.2.3.2 Ist der Protest unberechtigt bzw. haltlos geht der Betrag in die Kasse des Organisators über.


5.3 Einsprüche und Anhörungen
5.3.1 Jeder Fahrer oder Streckenhelfer, der in dem Bericht eines Regelverstoßes beschuldigt wird,
kann Einspruch erheben und eine Anhörung vor der Rennleitung fordern.
5.3.2 Diese Anhörung wird vom Rennleiter gewährt.


5.4 Disziplinarverfahren
5.4.1 Für die Verletzung des gesamten Rennreglements spricht der Rennleiter entweder eine
mündliche Verwarnung aus, verhängt eine Zeitstrafe oder disqualifiziert den Fahrer und das
Gespann vom Rennen.
5.4.1.1 Kein anderes Disziplinarverfahren kann angewendet werden.
5.4.1.2 Die Entscheidungen müssen so schnell wie möglich bekannt gegeben werden, spätestens
zwei Stunden vor Start des nächsten Laufes.
5.4.1.3 Disziplinarverfahren nach Schluss des Laufes müssen noch vor der Siegerehrung erfolgen.
5.4.2 Die Entscheidung des Rennleiters ist nicht anfechtbar.


6 RENNAUSFALL BZW RENNABBRUCH 


6.1 Rennausfall
6.1.1 Das Rennen kann von der Rennleitung ohne Angabe von Gründen abgesagt werden. In
diesem Fall wird jeder Teilnehmer von der Organisation informiert. Gezahltes Startgeld wird
dem Starter zurückerstattet .


6.2 Rennabbruch
6.2.1 Bei Abbruch der Veranstaltung hat der Starter keinen Anspruch auf Rückerstattung des
Startgeldes.
6.2.2 Das Rennen kann aus folgenden Gründen jederzeit abgebrochen werden:
6.2.2.1 Witterungsbedingungen
Sollte das Wetter eine Fortführung des Rennens unmöglich machen,liegt die
Entscheidung zum Abbruch beim Rennleiter. Es darf durch das Wetter keine Gefahr für
die Gesundheit von Hunden und Mushern ausgehen.
Es sollte jeder Musher sein Team so führen, dass er es den Witterungsbedingungen
angepasst fährt und somit keine unnötige Gefahr für die Tiere bestehen.
6.2.2.2 Trailbedingungen
Sollten durch die Trailbedingungen eine Gefahr für Hunde und Musher bestehen, kann
der Rennleiter den Streckenverlauf ändern oder das Rennen abbrechen.


6.3 Vorzeitiges Abreisen bzw. nicht starten eines Teilnehmers
6.3.1 Jeder Starter ist verpflichtet ein vorzeitiges Abreisen bzw. ein nicht Starten bei der
Rennleitung zu melden. Der Starter hat in diesem Fall seine Startnummer abzugeben.

6.3.2 Sollte es einem gemeldeten Teilnehmer nicht möglich sein, an einem Rennen zu starten,
gebietet es die Fairness, dies der Meldestelle mitzuteilen. Eine Rückerstattung der
geleisteten Zahlungen ist nicht möglich.


Diese Rennordnung ist so auf der Mitgliederversammlung des Schlittenhunde
Sport Vereins Nord e. V. am 25.03.2018 verabschiedet worden.